Schäuble vergleicht Putin mit Hitler

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Schäuble vergleicht Putin mit Hitler

 

Die Widerlichkeiten im Bezug auf die Hetzjagd auf Putin nehmen immer schrägere und erschütterndere Ausmaße an, neueste Spitze in Richtung Moskau: Unser werter Finanzminister Wolfgang #Schäuble vergleicht Putin mit Hitler.

 

Schäuble: „Das kennen wir alles aus der Geschichte. Solche Methoden hat schon der Hitler im Sudetenland übernommen – und vieles andere mehr.“

 

Nicht nur, dass er Hitler und die Opfer des Faschismus hier instrumentalisiert, was an sich schon eine bodenlose Frechheit ist, hinzu kommt abermals das Tragen der amerikanischen Brille.

 

Die USA bzw die Nato haben schon vor Jahren bspw. in Polen und Tschechien Raketen stationiert – nachvollziehbar, dass dies die Sicherheitsinteressen Russlands tangiert. Aber die Russen haben es toleriert. Werfen wir kurz einen Blick in die Historie, wie war das noch damals als Russland Raketen vor der amerikanischen Küste auf Kuba stationierte.

Jeder, der im Geschichtsunterricht aufgepasst hat weiß, welche Geschütze damals die Amerikaner aufgefahren haben.

 

Aber auch die Tatsache, dass Menschenrechtsverletzern Menschenrechtsverletzern Menschenrechtsverletzung vorwerfen ist nicht besonders konsistent.

Weder Putin, noch Obama geschweige denn die EU verhalten sich verantwortungsvoll.

Obama und die deutsche Bundesregierung kritisieren scharf die Verletzung der ukrainischen territorialen Integrität, kurze Rückblende: Haben die „Westmächte“ gleiches nicht auch in Serbien/Kosovo, Libyen oder dem Irak getan – in sogar einem vielfach brutaleren, blutigerem Ausmaß mit zig tausenden Toten?

 

Auch sollte Obama zunächst vor seiner eigenen Türe, z.B. in Guantanamo fegen, bevor er so tut, als interessiere er sich für Völker-und Menschenrechte.

 

Völker-und Menschenrechte müssen universell gelten, sonst sind sind sie obsolet. Also auch für Russland, die USA und die EU. Meine Herren und Frau Merkel – legen Sie endlich Ihre egoistischen Weltmachtallüren und Attitüden ab.

 

Übrigens ist es auch sehr amüsant, in welchen Fällen die ukrainische Verfassung für die „Westmächte“ gilt: Im Falle der Abwahl Janukowitschs gilt sie nicht. Bei der Abwahl-Abstimmung im Parlament wurden nur 72,88% erreicht – nötig wären jedoch nach ukrainischer Verfassung 75%. Diesbezüglich meint z.B. die CDU, dass man bei einer Revolution nicht genau auf die paar Prozentchen schauen solle.

Bei dem „illegalen“ Krim-Referendum jedoch beruft man sich wieder auf die ukrainische Verfassung. Wann gilt sie und wann nicht? Nur die Rosinen herauspicken ist nun wirklich kein diplomatischer Weg.

 

Und zum Schluss: Wir verachten die deutsche Bundesregierung dafür, dass Sie in der Ukraine mit der sogenannten Swoboda-Partei paktiert. Jene Partei, die nun in der ukrainischen Interimsregierung Beteiligung findet, arbeitet mit der deutschen NPD zusammen und besuchte bspw. erst kürzlich die sächsische NPD-Landtagsfraktion.

 

Der Vorsitzende dieser Partei, Oleg Tjagnibok, hat Folgendes wörtlich erklärt : „Schnappt euch die Gewehre, bekämpft die Russensäue, die Deutschen, die Judenschweine und andere Unarten.“

Es ist unfassbar, dass die deutsche Bundesregierung diese Faschisten unterstützt.

 

Wir fordern Aufklärung statt einseitiger Russlandhetze. Diplomatie, Vernunft und das Ablegen des Weltmachtdenkens einiger paranoider Persönlichkeiten und schon wäre ein friedvolles Miteinander möglich[er].

 

Achja und noch einen Tipp an Herrn Schäuble: Glaube Sie wirklich, dass man mit einem frechen Hitler-Vergleich Putin dazu bringen kann, sich gegenüber den Westmächten offener zu zeigen? Ich glaube, Sie haben uns einen Bärendienst erwiesen und eine mögliche Annäherung durch billige Parolen torpediert.

 

von: Tim Zborschil

 

Bildquelle: http://images.zeit.de/wirtschaft/2012-09/schaeuble-esm/schaeuble-esm-540×304.jpg

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